Warum Home Assistant?
Ich möchte nicht für jedes Gerät von einer eigenen App oder einem Cloud-Dienst abhängig sein. Mit Home Assistant kann ich Geräte unterschiedlicher Herkunft in einer Umgebung zusammenführen. Noch wichtiger ist, dass ich eigene Lösungen hinzufügen kann, die ich selbst entwerfe und programmiere.
Damit ist Home Assistant für mich mehr als ein Dashboard. Es ist die Verbindungsschicht zwischen Elektronik, Sensoren, Bedienung und dem Alltag im Haus.
Die Basis
Home Assistant läuft auf einem Raspberry Pi und bildet ein eigenes, ständig verfügbares System in meinem Heimnetz. ESPHome vereinfacht die Anbindung meiner selbstgebauten Mikrocontrollerprojekte. Geräte können ihre Sensoren, Schalter und Einstellungen dadurch direkt in Home Assistant bereitstellen.
Anschließend kann ich die Geräte in Dashboards und Automatisierungen kombinieren, auch wenn sie ursprünglich nicht als gemeinsames System entwickelt wurden.
Für ein Rollo habe ich eine eigene Steuerung mit ESP32, Schrittmotor und ESPHome gebaut. Über Home Assistant lässt sich das Rollo bedienen und auf eine gewünschte Position einstellen.
Bei der Entwicklung zeigte sich, dass mechanische Bewegung und Softwarestatus synchron bleiben müssen. Nach einem Stromausfall kennt die Software die physische Position nicht automatisch. Eine Möglichkeit zur Positionskorrektur gehört deshalb zu einer zuverlässigen Lösung.
SwitchBox6 ist eine selbstgebaute kabellose Bedienbox mit sechs physischen Schaltern. Damit lassen sich Funktionen in Home Assistant direkt steuern, ohne jedes Mal ein Telefon, einen Touchscreen oder ein Dashboard zu öffnen.
Da die Box auch mit Batterie arbeiten soll, geht es nicht nur um Bedienung. Energieverbrauch, Messhäufigkeit und eine Reaktion nur bei tatsächlicher Schalteränderung sind ebenfalls wichtige Teile des Entwurfs.
Ein kompakter ESP32-C3 verbindet einen Temperatursensor mit einem kleinen OLED-Display. Messwerte werden lokal angezeigt und gleichzeitig über ESPHome an Home Assistant übertragen.
Ein solcher einfacher Knoten zeigt, wie lokale Rückmeldung und zentrale Erfassung einander ergänzen. Auch die Kalibrierung gehört dazu: Ein Sensorwert ist erst nützlich, wenn seine Zuverlässigkeit bekannt ist.
Experimenteller Touchscreen
Ich experimentiere außerdem mit einem Touchscreen auf Basis eines ESP32-S3. Er kann Informationen aus Home Assistant anzeigen, etwa Wetterdaten, Netzwerkstatus und Bedienelemente für lokale Ausgänge.
Hier treffen Elektronik, grafische Bedienung und Hausautomation aufeinander. Der Aufbau ist noch ein Experiment, hilft mir aber zu untersuchen, wann ein festes Bedienpanel nützlicher als ein Telefon ist.
Frigate als nächste Anbindung
Meine Frigate-Installation zur lokalen Kameraerkennung wird eine nächste wichtige Anbindung. Ziel ist es, Ereignisse und Kamerabilder in Home Assistant nutzbar zu machen, ohne die lokale Verarbeitung aus der Hand zu geben.
Diese Integration ist noch in Entwicklung und wird daher nicht als fertig dargestellt.
Was bereits funktioniert
- Home Assistant läuft als zentrale Hausautomation auf einem Raspberry Pi.
- Selbstgebaute ESPHome-Geräte können direkt verbunden werden.
- Das Rollo lässt sich bedienen und positionieren.
- SwitchBox6 ermöglicht die physische Bedienung von Home-Assistant-Funktionen.
- Ein Sensor-/Displayknoten verbindet lokale Information mit zentraler Erfassung.
- Neue Experimente können schrittweise in dieselbe Umgebung aufgenommen werden.